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Von: UNIFA

Wir Deutschen werden von anderen Ländern ja für vieles bewundert – für unsere Wirtschaft, unsere Pünktlichkeit, unsere Genauigkeit, unsere Bundeskanzlerin…. für unseren Modestil jedoch bewundert uns nun wirklich kaum jemand. Immer wieder müssen wir uns Klischees wie Socken in Sandalen (Gott sei Dank ja aktuell noch ein Trend!) stellen. Deshalb haben wir uns mal umgeschaut, bei den großen Vorbildern in Sachen Stil, Italien und Frankreich. Was machen diese Frauen so richtig?

Italien:

In Italien bekommt man die Bedeutung des eigenen Aussehens wohl schon in die Wiege gelegt. Es scheint Teil der italienischen Kultur zu sein, darauf zu achten, wie man sich präsentiert. Kein Wunder also, dass gestandene Frauen dies dann einfach im Blut haben. So wissen sie zum Beispiel, dass gebräunte Haut alles schon dreimal besser aussehen lässt. Man wirkt schlanker, gesünder und die Kleidung kommt richtig zur Geltung. Deshalb kümmern sie sich von März bis Oktober darum, einen gewissen Teint aufrecht zu erhalten. Sollten sie doch mal etwas müde aussehen macht das nicht viel, die Sonnenbrille bleibt in den genannten Monaten (wenn nicht das ganze Jahr) einfach ununterbrochen auf der Nase und hier gilt, je größer desto besser!

Was Kleidung und Accessoires betrifft, so setzen Italienerinnen gerne auf Tradition. Da wird dann häufig der (vermeintliche) goldene und gerne auch auffällige Familienschmuck in Szene gesetzt und mit knapp knielangen Röcken und Highheels hat sowieso noch nie eine Frau etwas falsch machen können. Und trotz der guten, italienischen Küche gelingt es der Italienerin, auf die Figur zu achten. So kann sie auch die Kleidung tragen, die genau diese betont.

Dass das Land viele tolle Designer stellt, nutzt die Italienerin natürlich für ihren wandelbaren Look aus. An einem Tag kleidet sie sich etwas schlichter und fast puristisch in Armani, am nächsten Tag legt sie in Dolce & Gabbana Wert darauf, zu zeigen, was sie hat. Außerdem setzt die Italienerin sich auch gerne selbst das eine oder andere Markenzeichen. Immer komplett in Schwarz gekleidet zu sein zum Beispiel – oder immer roten Lippenstift zu tragen.

Das sehen wir übrigens auch bei den Französinnen!

Frankreich:

Die Französin ist in Sachen Stil deutlich zurückhaltender als die Italienerin. So sieht man an ihr nur selten große, auffallende Schmuckstücke und wenn, dann wirklich als Statement eingesetzt zu einem sonst schlichten Look. Ansonsten lebt die Französin nach der Devise „weniger ist mehr“. Sie trägt filigrane Accessoires, schminkt sich kaum – bis auf leichte Wimperntusche und den roten Lippenstift an müden Tagen und kleidet sich schlicht, aber stilvoll. So würde sie zum Beispiel, anders als die Italienerin, nie mehr als 6cm Absatz tragen. Chic ja, aber bitte nicht auf Kosten der Bequemlichkeit und womöglich noch mit dem Risiko, unbeholfen durch die Gegend zu laufen.

Die angenehme Nonchalance der Französin zieht sich durch ihren Stil wie ein roter Faden. Spitzen BH statt Push-Up, hochwertige Basics statt immer wieder neue Trendteile, undone Hair statt Haarspray und die Geduld, eine längere Zeit auf zeitlose Klassiker und teure Handtaschen von Céline, Givenchy und Co. zu sparen, statt immer wieder neuen Hypes hinterher zu laufen.

Natürlich macht sich die Französin Gedanken um ihr Aussehen und die Kleidung. Doch durch den angeborenen, guten Geschmack und die Wertlegung auf hochwertige Teile, ist es für sie ein Leichtes, einfach immer gut aufzutreten. So wirkt sie meist, als wäre sie erst kurz zuvor aus dem Bett gefallen, hätte sich nur schnell etwas übergeworfen und würde von Natur aus einfach immer toll aussehen.

Wir können sowohl von den heißblütigen Italienerinnen, als auch von den stilsicheren Französinnen einiges lernen. Beiden ist zwar das Gespür für Stil schon in die Wiege gelegt worden, dennoch ist eines besonders wichtig: sie achten mit gesunden Lebensmitteln und Bewegung auf ihren Körper, fühlen sich deshalb darin wohl und strahlen dies auch aus. Und wenn es doch die ein oder andere Körperstelle gibt, mit der sie nicht ganz zufrieden sind, so werden eben genau die anderen betont und in Szene gesetzt. Schöne Arme tragen ärmellos, schöne Beine kommen im Rock zur Geltung. Und außerdem: nicht jedem Trend hinterherlaufen sondern in gute, hochwertige Mode und Accessoires investieren!